Informationen über nuklearmedizinische Untersuchungen des Herzens
Myokardperfusionsszintigraphie
- bei Angina Pectoris mit der Frage nach Koronarer Herzkrankheit
- nach Herzinfarkt mit der Frage nach der Infarktausdehnung und Notwendigkeit einer Ballondilatation oder Bypass-Operation
- nach Dilatation oder Bypass-Anlage mit der Frage nach Dauererfolg
Die Durchblutung des Herzmuskels unter Ruhe- und Belastungsbedingungen wird untersucht. Dazu führen wir ein Belastungs-EKG durch, das die meisten Patienten schon kennen. Vorher wird eine kleine Injektionsnadel in eine Vene am Arm gelegt. Kurz vor Abbruch der Belastung injizieren wir dann eine Substanz, die schwach radioaktiv markiert ist. Diese Substanz verteilt sich im Blut und wird anschließend über die Herzkranzgefäße zum Herzmuskel transportiert. Hier reichert sie sich entsprechend der Durchblutung an.
Dieser Vorgang dauert ca. eine halbe Stunde. Die Untersuchung ist völlig schmerzlos. Medikamente können sofort nach der Belastung eingenommen werden. Anschließend fertigen wir mit einer sogenannten Gamma-Kamera Aufnahmen des Herzens an.
Am darauffolgenden Tag nach einer erneuten Injektion in der vorher beschriebenen Weise werden Aufnahmen unter Ruhebedingungen gefertigt. Nach Abschluss der zweiten Untersuchung erfolgt die Auswertung. Das Ergebnis wird dann sofort mitgeteilt.
Unsere Testsubstanz ist schwach radioaktiv markiert. Sie sendet - wie bei einer herkömmlichen Röntgenuntersuchung - Strahlung aus, die wir aufzeichnen und bildlich darstellen. Die Strahlenbelastung für Sie liegt in der gleichen Größenordnung wie bei einer vergleichbaren Röntgenaufnahme des Herzens. Diese Untersuchung wird seit Jahrzehnten weltweit angewandt. Bei vielen Patienten wird sie mehrmals zur Verlaufskontrolle duchgeführt.
